Schüler des Beruflichen Schulzentrums Neustadt an der Waldnaab besuchten das Caritas Pflegeheim St. Martin
Neustadt/Waldnaab. Das Caritas Pflegeheim St. Martin durfte vor Kurzem drei Klassen des Beruflichen Schulzentrums Neustadt an der Waldnaab willkommen heißen. Ziel des Besuchs war es, den Schülerinnen und Schülern die vielfältigen Facetten der Pflege näherzubringen.
„Die Pflege braucht Nachwuchs“
Nach der herzlichen Begrüßung durch Einrichtungsleiterin Stefanie Fuchs und Pflegedienstleiterin Sophia Schreffl wurde ihre zentrale Botschaft schnell deutlich: „Die Pflege braucht Zukunft, die Pflege braucht Nachwuchs.“
Im Anschluss übernahm Sandra Hald als übergeordnete Praxisanleitung das Wort. In einer anschaulichen Präsentation stellte sie die generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann vor und informierte über die Ausbildung zur Pflegefachhilfe, die ab dem kommenden Jahr zur Pflegeassistenz weiterentwickelt wird. Der Vortrag wurde interaktiv gestaltet und endete mit einer kreativen Aufgabe: Die Schülerinnen und Schüler sollten festhalten, warum der Pflegeberuf für die Gesellschaft unverzichtbar ist.
Altern in Würde
Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Zahlreiche durchdachte und engagierte Beiträge wurden gesammelt und auf einer Pinnwand im Eingangsbereich präsentiert. Ein zentraler Gedanke einte alle Teilnehmenden – die Verantwortung gegenüber der älteren Generation und die Bedeutung, Seniorinnen und Senioren ein würdevolles und möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Im Anschluss an den theoretischen Teil folgte eine Führung durch die Einrichtung, geleitet von Einrichtungsleiterin Stefanie Fuchs und Pflegedienstleiterin Sophia Schreffl. Die Gäste erhielten Einblicke in verschiedene Bereiche des Hauses, darunter die Kapelle, der Speisesaal, die beschützende Station, das Azubizimmer sowie ein Bewohnerzimmer.
Demenz: umfallende Bücher im Kopf
Besonders wertvoll war die aktive Beteiligung unserer Auszubildenden: Sabrina Ott stellte den beschützenden Bereich vor und erklärte anschaulich das Thema Demenz anhand eines einprägsamen Bildes – umfallende Bücher im Kopf symbolisierten den Verlust von Erinnerungen und Orientierung.
Nimisha Sunny und Hilda Varghese demonstrierten im Azubiraum an der Übungspuppe „Sepp“ (81 Jahre, mit Handamputation) die Durchführung einer Blutdruckmessung und gaben den Schülerinnen und Schülern so einen praxisnahen Einblick in den Pflegealltag.
Azubis stellen Pflegeberuf vor
Der Besuch war für beide Seiten eine bereichernde Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler konnten nicht nur einen realistischen Einblick in den Pflegeberuf gewinnen, sondern auch erleben, wie vielfältig, verantwortungsvoll und menschlich diese Tätigkeit ist.