Mit einer besonderen Vernissage erinnerte das Caritas Alten- und Pflegeheim St. Martin am 2. Juni an seine verstorbene Bewohnerin Johanna Giese. Die leidenschaftliche Künstlerin hinterließ zahlreiche Zeichnungen und Gemälde, die nun einen festen Platz in der Einrichtung gefunden haben.
Dank der großzügigen Unterstützung ihrer Angehörigen konnten die Kunstwerke nach ihrem Tod im Haus verbleiben. Heute schmücken sie den Eingangsbereich, den Speisesaal sowie den Weg zur Kapelle. Einige Bilder wurden sogar bereits von Bewohnerinnen und Bewohnern ausgewählt, um ihre Zimmer individuell zu gestalten.
Unter dem Gedanken „Die Kunst bleibt, auch wenn der Mensch nicht mehr da ist“ waren Bewohnerinnen und Bewohner zu einem Rundgang durch die Ausstellung eingeladen. Für viele war es die erste Vernissage ihres Lebens und damit ein ganz besonderes Erlebnis. Umso bewegender war die Tatsache, dass die ausgestellten Werke von einer ehemaligen Mitbewohnerin geschaffen wurden.
Begleitet wurde die Veranstaltung von den sanften Klängen der Veeh-Harfe, gespielt von Betreuungskraft Sabrina Hacker. Bei dem Sommercocktail „Sonnenaufgang“ – wahlweise mit oder ohne Alkohol – und kleinen Snacks kamen die Gäste miteinander ins Gespräch und tauschten Erinnerungen an Johanna Giese aus.
Die Idee zur Vernissage entstand in enger Abstimmung mit den Angehörigen und wurde gemeinsam mit den Betreuungskräften sowie der elfjährigen Praktikantin Anna umgesetzt, die sich mit großer Begeisterung einbrachte.
Die Ausstellung macht deutlich, dass Erinnerungen viele Formen haben können. Im Caritas Alten- und Pflegeheim St. Martin leben die Werke von Johanna Giese weiter und bereichern den Alltag der Menschen im Haus jeden Tag aufs Neue.
