Caritas-Senioren starten Filmkarriere

Gruppenfoto im Altenheim
Filmdreh zum „Steckerlfischfiasko“ im Vilsbiburger Caritas Alten- und Pflegeheim Geschwister-Lechner-Haus mit Hauptdarsteller Sebastian Bezzel (hinten 5.v.l.), Katrin Königbauer, Referentin Caritas Wohnen und Pflege gGmbH (hinten 3.v.l.) und Einrichtungsleiterin Fetiya Schubart (ganz rechts). (Foto: Bernd Schuller)

Ein Filmteam, LKWs, Schauspieler und Co – vergangenen Oktober verwandelte sich das beschauliche Caritas Alten- und Pflegeheim Geschwister-Lechner-Haus in Vilsbiburg in ein Filmset. In den Heimalltag mischten sich die Dreharbeiten zum Film „Steckerlfischfiasko“, der am 13. August 2026 in den Kinos anlief. In allererster Reihe bei den Dreharbeiten, besser gesagt vor der Kamera, saßen einige Bewohner und Mitarbeitende des Pflegeheims.

 

Katrin Königbauer, Referentin der Caritas Wohnen und Pflege gGmbH, hat die Dreharbeiten seitens der Caritas begleitet und mitkoordiniert – und war erstaunt vom „Filmgeschäft“. Wie viel Liebe zum Detail beispielsweise darin steckt. „Es wurden Szenen fünf, sechs, sieben Mal wiederholt.“ Auch Fetiya Schubart, die Einrichtungsleiterin des Caritas Pflegeheims, sagt: „Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Aufwand hinter wenigen Sekunden Film steckt.“

 

Gedreht wurde auf dem Grundstück an mehreren Orten, beispielsweise vor dem Altenheim, im Eingangsbereich sowie einem Bewohnerzimmer, erzählt Königbauer. Sogar ein Polizeiwagen preschte für eine Szene vor das Altenheim.

 

Sprechrollen für Senioren

Einige der Bewohner und Mitarbeitenden waren selbst ins „Filmgeschehen“ involviert. Manche Seniorinnen und Senioren übernahmen kleinere Sprechrollen. „Der Text war bei der vierten Wiederholung nicht mehr ganz der, der im Drehbuch stand. Das fand der Regisseur aber tatsächlich ganz toll“, sagt Königbauer. Für eine Bewohnerin war nach den Dreharbeiten in Vilsbiburg der Schauspielspaß noch nicht beendet: Sie fuhr später für einige weitere Szenen nach München und spielte eine kleinere Rolle.

 

Etwa 60 bis 70 Menschen kamen für die Dreharbeiten nach Vilsbiburg, schätzt Königbauer. „Es war gigantisch. Die kommen mit LKWs und einem Equipment – Wahnsinn. Von Catering bis Maske war alles dabei. Gefühlt gab es für jeden Handgriff eine Person.“

 

Mit dabei waren natürlich auch Schauspieler, wie zum Beispiel die beiden Hauptdarsteller Lisa Maria Potthoff und Sebastian Bezzel für die Rollen von Susi und Eberhofer. Von den Schauspielern waren die Bewohner ziemlich angetan. So waren Sätze wie „was für ein schöner Mann“ zu hören. Für die Bewohner war es ein Highlight, die Stars von der Leinwand im echten Leben zu sehen.

 

Einmalige Erlebnisse

Auch zehn Monate später, zur Premiere des Kinofilms, hat die Referentin den Dreh noch nicht vergessen. „Das war spannend. Das erlebt man, wenn überhaupt, nur einmal im Leben.“

Der Eberhofer-Krimi „Steckerlfischfiasko“ läuft aktuell in den Kinos. Was aus den Dreharbeiten geworden ist, werden demnächst alle Bewohner und Mitarbeitenden des Vilsbiburger Caritas Pflegeheims herausfinden. Gemeinsam wollen sie sich den Film im Kino anschauen. „Wir sind gespannt, wie lange und in welchen Szenen unser Altenheim tatsächlich zu sehen ist“, sagt Einrichtungsleiterin Fetiya Schubart.

Caritas-Senioren starten Filmkarriere

Gruppenfoto im Altenheim
Filmdreh zum „Steckerlfischfiasko“ im Vilsbiburger Caritas Alten- und Pflegeheim Geschwister-Lechner-Haus mit Hauptdarsteller Sebastian Bezzel (hinten 5.v.l.), Katrin Königbauer, Referentin Caritas Wohnen und Pflege gGmbH (hinten 3.v.l.) und Einrichtungsleiterin Fetiya Schubart (ganz rechts). (Foto: Bernd Schuller)