Das Führungspersonal der Caritas Wohnen und Pflege gGmbH informierte sich in dem Workshop „Smarter als mein Phone“ über Entstehung, Wirkmechanismen und Gefahren von Fake News
Ein Foto, ein irreführender und skandalisierender Text, tausende Klicks: So einfach verbreitet sich Desinformation im Netz. Genau das hat die Caritas Regensburg erlebt. Ein Pressebild zum ersten Spritzenautomaten der Stadt wurde im Frühjahr 2025 in sozialen Medien ohne Quellenangabe verbreitet und in einen falschen Zusammenhang gestellt. Tausendfach wurde das Bild geteilt und kommentiert. Erst ein dpa-Faktencheck stellte die Behauptungen richtig.
Für die Caritas war das zwar bislang ein Einzelfall, es verweist aber auf mehr: Der Fake, der viral ging, zeigte, wie einfach Desinformation entsteht, sich verbreitet und Misstrauen schürt – und wie wichtig Medienkompetenz heute ist.
Deshalb hat die Verbandskommunikation den Workshop „Smarter als mein Phone – Netzdiskurse und Desinformation besser verstehen“ entwickelt. Vor Kurzem wurden auf Initiative der Geschäftsführerin Mechthild Hattemer mehr als 60 Führungskräfte der Caritas Wohnen und Pflege gGmbH geschult.
Im Workshop lernten die Führungskräfte, wie Desinformation funktioniert und warum sie sich so schnell verbreitet. Sie beschäftigten sich mit Algorithmen, Deepfakes und psychologischen Mechanismen. Im Mittelpunkt standen aber vor allem Beispiele und praktische Werkzeuge für den Alltag: Quellen prüfen, Bilder einordnen, Faktenchecks nutzen und Informationen nicht vorschnell weiterverbreiten.
Über die Caritas Bayern ist die Caritas Regensburg zudem Teil der Bayern Allianz gegen Desinformation des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales und des Bayerischen Staatsministeriums des Innern. Die Allianz gilt als das größte zivilgesellschaftliche Bündnis gegen Desinformation in Bayern. Ihr Ziel: Qualitätsstandards des Journalismus stärken, Medienbildung für alle Generationen fördern und die Gesellschaft widerstandsfähiger gegen gezielte Falschinformationen machen.